„Meine lieben Bayern haben’s gut gemacht“, schreibt Gustav Landauer, als er im November 1918 von der Ausrufung des Freistaats Bayern erfährt. Ohne Zögern folgt er dem Ruf seines Freundes Kurt Eisner, des ersten bayerischen Ministerpräsidenten, nach München und wird zu einer der intellektuellen Leitfiguren der Revolution und Rätezeit.
Das Leben des Kulturphilosophen, Schriftstellers und Publizisten endete mit der brutalen Ermordung durch konterrevolutionäre Soldaten. Es dauerte kaum länger als das deutsche Kaiserreich bestand, gegen dessen soziale Missstände Gustav Landauer schon als Student angekämpft hatte.
Die Tagebücher und unzählige Briefe sind nun die Quelle für ein sehr persönliches Porträt: Es spannt den Bogen von Landauers Jugend und Engagement in der Berliner Arbeiterbewegung bis hin zu seiner schicksalhaften Rolle in der Münchner Räterepublik, erzählt von Heirat und Vaterschaft, von Not, Verfolgung und Inhaftierung, vom Kampf des unbeugsamen Pazifisten gegen den Ersten Weltkrieg, aber auch vom privaten Glück eines Freigeists, der seiner Zeit weit voraus war.
Buch, 208 Seiten
Autor*innen: FAU Frankfurt/Main (Hg.)
Autor*innen: Erich Mühsam
Autor*innen: Ricardo Flores Magon
Autor*innen: re.ACTion (Hg.)
Autor*innen: Findus